Ein menschenleerer Sonnenaufgang. Sturmböen peitschen durch die rauschenden Grashalme. Am gegenüberliegenden Ufer kreisen laut krächzende Möwen einem Taifun gleich über dem Strand. Wir erspähen Wassersäulen, die am Horizont auf die Erde niederprasseln. Die Sonne besucht uns nur kurz, doch ihre Strahlen sind herzlich und wärmend. Dieser Tag ist besonders, das spüren wir gleich.

Ein Kino wie Twin Peaks' Red Room. Rhytmisches Schnippsen grooved in meinem inneren Ohr. Der Besen rührt geduldig. Ein Mann der Klänge bewegt sich im Zwielicht zwischen Licht und Schatten, verstimmte Töne erklingen vom Klavier. Ein besonderer Moment an einem besonderen Ort.

Ein verwunschener Park inmitten der Stadt. Zu so früher Stunde ist bis auf den Gärtner kein Mensch unterwegs. Die Luft ist kühl und die ersten Strahlen der Sonne kämpfen sich nur mit Mühe durch die dichte Wolkendecke. Die von Ranken bewucherte Anlage weckt Erinnerungen an "Swimming Pool". Wir schwärmen durch den Park, bringen Leben in die Ruhe, vergessen die Zeit und genießen die frische Morgenluft bis der Park erwacht.

Ein Filmkomponist in seinem Habitat. Patrick lebt und atmet Film in jeder Sekunde. Sein Raum vibriert vor Musik. Hier ist sein Element, seine Welt. Ein Klanglabor in mattem Schwarz zwischen "Halloween" und "Alien"

Punktlandung im Hinterhof zwischen Müllabfuhr, Hausmeister und zwei feucht-fröhlichen Regenschauern. Schauspielerportraits - authentisch, nah und mit unbeschwerter Stimmung trotz Corona-Abstand.

Ein Rennrad saust um die Ecke. Das Radschloss klappert am Pfahl aus Metall. Die Tür an der Rückseite des Cafés ist wegen Corona gesperrt. Adrenalin statt Coffein. Abstand halten, Shooting Time in Hinterhof und Parkhaus

Leere Halle. Schwarz. Düstere, treibende Beats wallen durch die Location. Eine Seitentür führt durch klaustrophobisch beengte Gänge. Eine Silhouette bewegt sich im Gegenlicht vor den gigantischen Ventilatorblättern einer Belüftungsanlage. Pures, kaltes, raues Metall. Überall gefährliche Stolperfallen. Eine Taube flüchtet wild flatternd mit lautem Getöse durch einen Luftschacht. In den Winkeln der verzweigten Anlage nur zu hören, nicht zu sehen. Die Nebelmaschine arbeitet auf Anschlag. Lichtstrahlen schneiden durch die Luft, treffen auf bemalte Haut. Gestalten huschen durch das Dunkel. Kabel werden gelegt, eine Videokamera geschultert und in Stellung gebracht. Ich ziehe mich zurück in die Schatten. Ghost Motel, "Trigger", Take eins.

Portraitshooting mit Musiker, Songwriter, Musikproduzent und Filmemacher Alex Schroer aus Duisburg

Portraitshooting mit dem Duisburger Liedermacher Wolfspelz

Konzertfotos von SCHWARZ im Gloria Theater (Support von Enno Bunger) im Oktober 2019

Konzertfotos von Lucy Kruger & The Lost Boys zum Release des neuen Albums "Sleeping Tapes for some Girls" im Djäzz im September 2019

Konzertfotos von Suzan Köcher's Suprafon zum Release des neuen Albums im Djäzz im September 2019

Portraitshooting mit Schauspielerin Raphaela Kiczka

Konzertfotos auf dem Traumzeit Festival im Jahr 2019 mit der Band "Ghost Motel"

Konzertfotos auf dem Traumzeit Festival im Jahr 2019 mit der Band "Zweisicht"

Konzertfotos auf dem Traumzeit Festival im Jahr 2019 mit Musiker "Enno Bunger" und Band

17 Uhr: Nieselregen, dichte Wolken, Industrie. Der Hafen ist schon recht verlassen, nur wenige Arbeiter sind noch übrig. Die Sonne steht tief – bereit, den Horizont zu berühren. In meinem Kopf spielt Musik. Eine warme, rauchige Männerstimme singt Worte tief aus dem Leben.